Abschied nehmen//2017

Heute ist der 01.01.2018 und das bedeutet, es ist schon wieder ein Jahr vergangen. Bevor ich mich hier gedanklich austobe, wünsche ich euch natürlich allen ein frohes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Ich hoffe ihr seid gut gerutscht und gesund im neuen Jahr angekommen.

Vielleicht kann sich der ein oder andere noch erinnern, letztes Jahr habe ich euch einen ausführlichen Blogpost hochgeladen, der eine lange Liste der Dinge enthalten hat, die ich 2016 gelernt hatte. Dieses Jahr kann ich euch das nicht bieten, denn mir fällt nicht einmal halb so viel ein. Aber ich bin ehrlich auf diesem Blog, das war mein Versprechen und deshalb bekommt ihr auch einen ehrlichen Kommentar zum Jahreswechsel von mir.

2017 war nicht unbedingt mein Jahr, auch wenn es seine Highlights hatte. Ich habe zum Beispiel ein tolles Fachabi geschrieben, eine ganze Menge spannender Bücher gelesen und bin zum ersten Mal alleine in den Urlaub geflogen, noch dazu in mein Lieblingsland, England. Für diese Erlebnisse bin ich unglaublich dankbar und es waren die wenigen Momente, in denen ich den Alltag und den Druck vergessen und frei sein konnte. Auch mein achtzehnter Geburtstag war ein wundervoller Tag und ich bin so froh, dass ich eine ganze Menge toller Leute um mich habe, die alles geben, um mich glücklich zu machen.

Trotzdem hat es dieses Jahr auch viele Fehlentscheidungen und traurige Tage gegeben, besonders zum Ende hin. Das hat nichts mit den Menschen um mich zu tun, sondern mit mir selbst. In diesem Jahr habe ich erfahren, was es heißt, etwas nicht zu können, aufgeben zu müssen und damit zu leben. Ich weiß, dass in Zukunft noch weit bedeutendere Niederlagen auf mich warten und, dass ich mich auch mit diesen arrangieren und weitermachen muss. Dennoch werde ich versuchen zu lernen und es besser zu machen, weshalb ich dieses Jahr tatsächlich ein paar Vorsätze notieren werde, was ich bisher noch nie getan habe.

1. Ich möchte im nächsten Jahr versuchen mich mehr um meinen Körper zu kümmern, von innen und von außen. Der Druck, den ich mir selbst mache spiegelt sich in meiner Gesundheit wider und das schon seit ein paar Jahren. Meine Nägel sind brüchig, meine Haut spielt regelmäßig verrückt und meine Verdauung ist auch nicht gerade im besten Zustand. (Sorry, das war TMI, aber es ist ein wichtiges Thema!) Ich will versuchen mehr Ruhe und Ausgleich zu finden, mir Zeit für mich zu nehmen und mich nicht immer in jedes Problem hineinzusteigern.

2. Ich möchte im nächsten Jahr mein Glück weniger von anderen abhängig machen. Leider muss ich zugeben, dass ich ziemlich oft Ratschläge gebe, an die ich mich selbst nicht halten kann. Ein Beispiel ist der Satz „Du musst erst mit dir selbst glücklich sein, bevor du es mit jemand anderem sein kannst.“ Es ist einer meiner liebsten Lebenstipps, aber ich habe wirklich große Probleme mich danach zu richten, obwohl ich gern für mich bin und mir die Meinung anderer selten zu Herzen nehme. Nichtsdestotrotz habe ich in diesem Jahr sehr oft die Tatsache, dass ich keine Beziehung habe oder, dass es Menschen in meinem nahen Umfeld nicht gut geht, als Grund für meine eigene schlechte Stimmung vorgeschoben. Ich habe vor, 2018 weniger Ausreden zu finden und mich dafür selbst darum zu kümmern, dass es mir gut geht und ich Spaß habe.

3. Ich möchte im nächsten Jahr versuchen mir mehr Allgemeinwissen anzueignen. Eine Sache, die mich schon immer an mir selbst gestört hat ist, dass ich zwar in der Schule gut mitkomme, außerhalb davon aber ein beschämend begrenztes Allgemeinwissen besitze. Besonders was Politik, Erdkunde und Geschichte angeht, bin ich nicht gerade auf dem besten Stand, weshalb ich mich bemühen werde, dem entgegenzuwirken. Der erste Schritt ist schon getan, momentan versuche ich in regelmäßigen Abständen die Tagesschau anzusehen und in Sozialkunde besser aufzupassen. ; )

4. Neben Allgemeinwissen gibt es eine weitere Sache, die ich noch lernen möchte und zwar ist es, mich kurz zu fassen. Wie ihr an diesem viel zu lang geratenen Blogpost seht, ist „lange Texte schreiben“ nur in zwei Bereichen vorteilhaft und zwar beim Buch schreiben, obwohl es selbst da zum Problem werden kann, und bei Gedichtinterpretationen in der Schule. Den Inhalt eines Textes oder eines Themas präzise zu erfassen und nur die wichtigsten Thesen herauszufiltern fällt mir unheimlich schwer, ist aber wirklich nötig, um in der Schule und im Studium voran zu kommen. Sowohl in meiner Seminararbeit, als auch bei der Inhaltsangabe für das Exposé meines Buches wird mir mein ausschweifender Schreibstil zum Hindernis. Das möchte ich unbedingt ändern.

5. Zu guter Letzt möchte ich im nächsten Jahr wieder mit meinem besten Freund in den Urlaub fahren und versuchen, mehr Träume zu verwirklichen. Ein paar, wie das Ed Sheeran Konzert, stehen schon in den Startlöchern und ich hoffe, es kommen noch viele mehr dazu.

Das ist erst einmal alles, das mir so einfällt. Natürlich gehören Punkte wie „Gesunde Ernährung“, „Mehr Wasser trinken“ und „Organisierter leben“ auch dazu, aber diese Dinge habe ich im Großen und Ganzen im Griff und falls es doch mal daneben geht, dann geht die Welt davon auch nicht unter.

Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr dieses Jahr Vorsätze habt und was ihr 2017 so Neues gelernt habt.

Liebe Grüße

Jassi

Outfit

Kleid -> H&M
Schuhe -> Siemes Schuhcenter
Hut -> K&L
Tasche -> Primark